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1 Jahr Costa Rica - 3 Tipps, die JEDER beachten sollte!

Am 17. September 2021 landeten wir in Costa Rica und begonnen ein neues Kapitel in unserem Leben. Auswandern in ein so weit entferntes Land! Wahnsinn! Wer hätte vor ein paar Jahren gedacht, dass wir so etwas mal machen würden? Und dann noch in einem so jungen Alter? Wir beide jedenfalls nicht! So schnell kann sich das Leben manchmal ändern, und das ist auch meistens genau gut so!


Kurz zusammengefasst ist Costa Rica ein magisches Land, das die Prozesse im Innen beschleunigt und im Aussen entschleunigt. Wer nicht prozessfähig ist und bereit hinzuschauen, wird es hier nicht lange aushalten. Schauen wir heute in den Rückspiegel, würden wir von vorne rein mehr Geduld und Zeit in unser Handgepäck mitnehmen.


Aber fangen wir von vorne an. Wie in der Liebe, hat man auch beim Auswandern am Anfang eine rosarote Brille auf. Alles ist wunderbar und jedes neue noch so schwierige Abenteuer zaubert einem ein Lächeln ins Gesicht. Ich meine, genau aus diesem Grund wandert man ja in der Regel aus, weil man sich etwas Neues wünscht - Veränderung!


Die Anfangszeit ist eine wunderbare Zeit und in unseren Augen auch wichtig zu durchleben, während man sich bewusst sein darf, dass dies nicht immer so bleiben wird und in dieser Zeit keine vorschnellen Aktionen getätigt werden sollten. Unsere Familie durfte das auf ihre eigene Art und Weise lernen. Dazu später mehr. Hier also unsere erste Regel/ Empfehlung für alle Auswanderer:

  1. Nehmt euch Zeit euren Platz zu finden

Auswandern hat nicht nur mit einem Ortswechsel zu tun, sondern auch mit grossen innerlichen Prozessen und Veränderungen. Dies sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Aus diesem Grund empfehlen wir das Land für 6-12 Monate am Stück zu bereisen, die wunderschöne Vielfalt von Costa Rica kennenzulernen, um danach auch sein perfektes Plätzchen im Paradies zu finden. Das kann für jeden schliesslich sehr unterschiedlich aussehen.


Nach einem Jahr kennt ihr das Land dann schon gut, habt Kontakte geknüpft, sprecht etwas Spanisch und habt definitiv weniger Probleme, wenn es um bürokratische Angelegenheiten geht wie z.B.: Border Run, Bankkonto Eröffnung und Aufenthaltsbewilligung beantragen. Besonders nach einem Jahr sieht die Welt in Costa Rica schon wieder gaaaanz anders aus. Dann wisst ihr, was ihr wirklich wollt, nicht nur was ihr dachtet, was ihr wollt. 😉


Wir und unsere Familie sind etwas überstürzt ausgewandert, haben 35ha gekauft, damit wir mit 8 Personen genügend Platz haben zum Bauen und Leben und nach gut einem Jahr haben nun einige Familienmitglieder gemerkt, dass sie doch lieber nicht hier bleiben möchten und weiterziehen werden. Zum Glück hatte es keine grossen finanziellen Konsequenzen und jeder Umweg ist ja bekanntlich zu etwas gut, aber es ist ein gutes Beispiel dafür, unsere erste Regel des Auswanderns ernst zu nehmen.


"Pura Vida" und "Mañana" (übersetzt: Morgen), sind ein grosser Teil des Costa Ricanischen Lifestyles und besonders für Europäer kann es anfangs herausfordernd sein damit umzugehen. Daher Regel Nummer 2:


2. Löse dich von allen Erwartungen


Es gestaltet sich für uns Europäer nicht deswegen eher schwierig, weil wir auch gerne mal relaxen und Dinge langsam angehen, sondern weil egal wie entspannt wir sind, wir besonders in der Schweiz und in Deutschland trainiert wurden, dass man Dinge einfach effizient, zügig und genau erledigt. Das funktioniert hier, kann man sagen, an keiner Ecke. Die Ticos, so nennen sich die Einheimischen, sind keine grossen Skalierer & Planer. Sie arbeiten zwar schnell und gut, wenn sie mal anfangen, bis das aber so weit ist, kann es dauern. Das spielt aber alles keine Rolle, wenn wir uns der Situation bewusst sind und nicht versuchen Europa hierher zu bringen. Löse dich ausserdem davon die Qualität und Geschwindigkeit zu bekommen, die du gewohnt bist und schaue bei allem, was nicht von dir selbst gemacht wurde, nochmals zum "double check" drüber.


Klappt das alles, sind wir wortwörtlich "lost in paradise". Und somit sind wir schon bei unserer 3. Regel für das Auswandern. Wir haben durch unsere Familie und befreundete Auswanderer aus eigener Hand mitbekommen, wie es sein kann, wenn man plötzlich seinen Traum lebt, auf den man so lange gewartet hat, das sogenante Gipfel-Syndrom. Man hat es endlich geschafft, aber was jetzt?

Keine klare Visionen und Ziele für sein zukünftiges Leben zu haben, kann gefährlich werden und sich in Lustlosigkeit und Depression verwandeln. Besonders, wenn man sein gewohntes Umfeld verlässt und dann eventuell noch in abgelegener Natur lebt ohne viele soziale Kontakte und ohne eine richtige Aufgabe. Also:


3. Habe eine Aufgabe & kenne deine Bedürfnisse


Das mag jetzt für Einige komisch klingen, da die meisten ja auswandern, um endlich entspannen zu können, aber glaub uns... zu viel Ruhe ist auch nicht immer gut.


Daher empfehlen wir sich im Vorhinein zu überlegen "Was genau möchte ich dort drüben machen? Kann ich online arbeiten? Wenn ich nicht arbeiten will oder muss, habe ich eine Möglichkeit mich selbst zu verwirklichen oder mich leidenschaftlich dem Garten zu widmen mit Gemüse und vielen Fruchtbäumen? Wie soll mein Alltag aussehen?

Wichtig ist nur, dass es dein Herz wirklich erfüllt.

Denn egal wie gesund du dich ernährst oder an welch perfektem Ort du dich befindest, wenn du keine gute soziale Anbindung und eine Herzensaufgabe hast, kann das deine Gesundheit extrem beinflussen.


Mit diesen 3 Tipps bist du bestens vorbereitet für das grosse Abenteuer.

Mach dir nicht zu viele Gedanken und lasse dich von deinem Herzen führen.


In Liebe Ananta und Steffi



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